Garagenfund in Chemnitz

(csp.) Das Fahrzeugmuseum Chemnitz ist nicht nur für Auto-Spezialisten eine interessante Adresse. Dort sind auch jede Menge Motorräder zu sehen.

Das Museum in Chemnitz verfügt über eine beeindruckende Zahl historischer Zweiräder aus Sachsen.

Man muss schon mal auf den Stadtplan sehen, um als Auswärtiger zum Fahrzeugmuseum in Chemnitz zu finden. Die ehemalige Hochgarage steht etwas nach hinten versetzt an der Zwickauer Straße, auf der es vom Stadtzentrum zur Autobahn Richtung Erzgebirge geht. Schon die ehemalige Garage mit ihren sieben Stockwerken ist ein historisches Highlight. Noch viel mehr sind es aber die darin ausgestellten Fahrzeuge – mehr als 200 Fahrräder, Motorräder und Autos, so die Museumsmacher vom Verein „Museum für Sächsische Fahrzeuge e.V..

Man wünscht ihnen mehr Platz als „nur“ das Erdgeschoss hinter den drei großen Garagentoren, hinter denen sich die Fahrstühle verbergen, mit denen die Autos früher in die Stockwerke gehoben wurden. Dicht an dicht stehen Zeugen sächsischer Fahrzeuggeschichte nach Zeiträumen geordnet im Museum – Motorräder neben Fahrrädern und immer wieder bemerkenswerte Auto-Schätze.

Überhaupt ist das Museum eine Schatzkammer. Nirgends ist die sächsische Fahrzeuggeschichte so gut aufbereitet wie hier – nicht im Motorradmuseum in der Augustusburg, nicht im MZ-Museum in Zschopau und auch nicht im Dresdner Verkehrsmuseum. Die Stärke der Chemnitzer Schau ist vor allem ihr regionaler Bezug auf den Fahrzeugbau in Sachsen und die Tatsache, dass genau die Region Chemnitz das Herz dieser Entwicklung war. Mit dem Motorradbau in Zschopau, dem Fahrzeugbau in Zwickau und den Wanderer-Werken in der Stadt selbst.

Ein Highlight ist diese nachgebaute Montagestrecke für DKW-Motorräder.

Auf dieses Pfund können die Verantwortlichen auch personell setzen, denn die Fahrzeuggeschichte der Region hat dazu geführt, dass es dort noch viele Fahrzeugliebhaber gibt, die sich mit der Technik von anno dunnemals bestens auskennen und wissen, welche Entwicklungen der sächsischen Ingenieure diesen Wirtschaftszweig entscheidend vorangebracht haben. Einer dieser Spezialisten ist Claus Uhlmann, der sich bestens mit der DKW RT125 auskennt. Er gehört zu den Vätern einer Sonderschau, die das Chemnitzer Museum gerade zu diesen Motorrädern zeigt. Aber das ist schon wieder eine andere Geschichte…

Bis dahin gilt: Hingehen, ansehen. Noch bis zum 30. April wird die Sonderausstellung gezeigt. Abgesehen davon ist das Museum ohnehin einen Besuch wert!

Quelle: Unkorrekt – Dresdner Betrachtungen nach Redaktionsschluss

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